über Ensu
Über EnSu
EnSu untersuchte von 2020 bis 2026 die Rolle von Energie-Suffizienz für eine erfolgreiche Energiewende und eine sozial-ökologische Transformation. Das Verbundprojekt wurde von der Europa-Universität Flensburg, dem Wuppertal Institut und dem Öko-Institut durchgeführt.
Ausgangspunkt des Projekts war die Frage, wie Klimaschutz und gesellschaftliches Wohlergehen innerhalb ökologischer Grenzen erreicht werden können. EnSu ging davon aus, dass technologische Effizienzsteigerungen und erneuerbare Energien zwar unverzichtbar sind, allein jedoch nicht ausreichen. Deshalb stand eine dritte Strategie im Mittelpunkt: Suffizienz – die Verringerung von Energie- und Ressourcenverbrauch durch veränderte gesellschaftliche Praktiken, Konsummuster und Infrastrukturen.
Im Projekt wurden Suffizienzkonzepte analysiert, politische Instrumente untersucht, gesellschaftliche Voraussetzungen für ihre Umsetzung erforscht sowie Szenarien und Modelle entwickelt, um die Auswirkungen von Suffizienz auf Energiesysteme und Emissionen abzuschätzen.
Zentrale Erkenntnisse
Die Ergebnisse zeigen, dass Suffizienz ein unverzichtbarer Baustein einer nachhaltigen Energiewende ist. Suffizienzmaßnahmen können den Energiebedarf erheblich senken, Emissionen reduzieren und gleichzeitig soziale Ziele unterstützen. In Kombination mit technologischen Innovationen ermöglichen sie besonders wirksame und kosteneffiziente Transformationspfade.
Zu den wichtigsten Ergebnissen gehören:
- die Entwicklung einer Systematik von Suffizienzpolitiken und einer Datenbank mit über 350 politischen Instrumenten,
- neue Erkenntnisse zu den Potenzialen von Suffizienz in den Bereichen Verkehr, Gebäude, Landwirtschaft / Ernährung sowie Konsum und Produktion,
- die Integration von Suffizienz in Szenarien für Deutschland und Europa,
- Analysen gesellschaftlicher, politischer und verteilungspolitischer Bedingungen für die Umsetzung von Suffizienz,
- Impulse für die Entwicklung einer nationalen Suffizienzstrategie.
Die Arbeiten von EnSu zeigen: Eine erfolgreiche Energiewende erfordert nicht nur technologische Innovationen, sondern auch gesellschaftliche und politische Veränderungen, die einen geringeren Energie- und Ressourcenverbrauch ermöglichen.
